Letzte Grüße aus den USA

Hi!

Bald ist es soweit. Am 18.03. werde ich wieder zurück in Deutschland sein!

Im Moment genießen ich mit einigen Kollegen die Westküste der USA. San Francisco, L.A., Bevelly Hills, Hollywood & Co. sind bereits abgehakt. Alles sehr eindrucksvolle Städte. Vor allem San Francisco ist phänomenal. Eine Stadt mit ungemein viel Charme und Sinn fürs Ästhetische. Kein Vergleich zu Atlanta Downtown, wo fast nur Hochhäuser mit Hotels und Büros für ein wenig abwechlungsreichts Stadtbild sorgen.

Zur Zeit lassen Bennet und ich die letzten Tage gemütlich in San Diego (die sogenannte "finest city of the USA" an den Stränden ausklingen. San Diego ist mit Abstand die schönste Stadt, die wir bisher besucht haben. Neben vielen Museen, Parks, dem Zoo, Seaworld und anderen "kulturellen Einrichtungen" locken jede Menge Strände und einfach eine Stadt, die aussieht wie gemalt. Und das überall! Palmenboulevards, schmucke Einfamillienhäuser, viele Hecken, Blumen und Pflanzen geben einem das Gefühl man sei auf einer Urlaubsinsel und nicht mitten in einer Großstadt. Wir sind hier am Ocean Beach. Ein Strand der etwas anderen Sorte. Das ganze Viertel ist größtenteils von Einflüssen der 60er und 70er geprägt. D.h. keine Ballermannurlauber, keine Famillien, keine Rentner. Stattdessen nur Skater, Punks, Surfer und viel alternatives Volk jeder Coulor. Blauer Himmel, Sonnenschein und Temperaturen um die 26 Grad sind hier das ganze Jahr über normal. In San Diego Downtown gibt es mehrere Meilen lang nur Bars und Clubs (4th and 5th Avenue) in denen richtig schöner Westcoast Style gespielt und täglich gefeiert wird. 

Getern waren wir in Mexiko, nach einigen Tequillas und ein paar Daiquiris und ähnlichem haben Bennet und ich leider unseren Bus verpasst, den folgenden offenbar verschlafen, so dass wie um ein haar Mittellos in Mexiko hätten übernachten müssen (Kreditkarten haben wir natrülich nicht mit über die Grenzue genommen...) Gott sei Dank fuhr dann noch ein Bus einer mexikanischen Gesellschaft, der uns freundlicher Weise mitgenommen hat... Heute gings dann zum Erholen nur an den Strand und sonst nichts!

Alles weitere erzähle ich dann wenn ich wieder zurück bin. Freue mich euch alle wiederzusehen! Bis bald!

Helge  

1 Kommentar 13.3.07 02:52, kommentieren

Was für eine Woche....

Hi all,

die letzten Tage hier drüben waren etwas turbulent. Begonnen hat alles noch recht harmlos am letzten Freitag:

Stefan hat wieder ein paar Freikarten für die Loge in der Phillipsarena organisieren können und so haben wir uns die Trashers in Action angeguckt. Keine Ahnung gegen wen wir gespielt haben, aber auf jeden Fall gings mit einem 4 : 4 in die Verlängerung und dann hat Blueland plötzlich Kopf gestanden als das Golden Goal fiel. Super Stimmung, riesen Party.... Das ganze haben wir seit dem 2. Drittel von der Delta Loge in der Mitte des Zentrums beobachtet. Wir haben uns erfolgreich als Piloen ausgegeben. :D

2 Amerikanerinnen waren sogar soweit mit uns nach im Flieger am Samstag nach New Mexico für 2-3 Tage zu fliegen... Nunja, wäre bestimmt lustig geworden. Aber ich fürchte das hätte spätestens beim Starten der 747 (was sonst?) Probleme gegeben.

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Anschließend gings dann ins Moondogs nach Buckhead, wo es  Bier Pitcher für unschlagbare 5 $ zu erwerben gibt....

Später als der Club dicht gemacht hatte, kam dann die böse Überraschung. Der Wagen von Flo war verschwunden und so konnte zunächst nur die Hälfte von uns nach Hause, während Stefan, Bennet, Flo und ich  jeweils 2 Jacken übereinander trugen (nette Spenden der glücklichen im anderen Auto) und weiter in der Kälte ausharren mussten. Danke noch mal an Hofi fürs abholen.

Am nächsten Tag hat sich dann nach vielen Meilen und Telefonaten herausgestellt, dass der Wagen (warum auch immer!?) abgewschleppt wurde,.

Am Samstag gings dann gleich nach dem Aufstehen nach Athens, eine Studentenstadt der Superlative im Osten von ATL. Die Stadt scheint nur aus Campus und Kneipen zu bestehen. R.E.M ist hier groß geworden. Nachdem wir ein den Campus von der Größe Horns erkundet hatten, gings in die ersten Bars. Auf den ersten Blick fiel auf, dass es sich um eine Unistadt handelt: Bars mit Sofas, mit Bücherei, Irish Pubs die amerikanisches Bier für 1$ verschleudern u.v.m

Andere Skurillitäten: Das Footbal Team hat ein Stadion, dass mehr Zuschauer fasst als das Westfalenstadion in Dortmund! Und sowas steht mal eben aufm Campus rum. Für die Studenten gibt es Aufenthaltsräume (das Wort ist irgendwie unpassend, aber mir fällt nichts passendes dafür ein...) mit Tischtennisplatten, Spielautomaten, Billiardtischen, Fernseher (natürlich Flats) und Playstations.... Auf dem Campus gab es eine Kapelle undgerade als wir da waren haben auch gerade ein paar Studenten geheiratet. Die Büchereinen sind eines Lehrstuhls sind können es mit den Rathäusern in unserer Region aufnehmen... Alles ist einfach riesig. Zwischen den Lehrstühlen gibt es parkähnliche Grünflächen mit Springbrunnen, riesigen alten Bäumen und Blumen. Es gab ein eigenes Gebäude für "Special Events".... Was soll ich noch erzähählen? Wahnsinn! Kein Vergleich zu Meschede. Wer nicht in Athens studiert, muss verrückt sein!

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Abends gings dann noch auf ein Konzert der Lemonheads im 40 Watt Club. Sehr chillig. Allerdings weniger aufregend als erwartet auch wenn die Soundanlage definitiv mehr als 40 Watt hatte. Anschließend wurde  La Arche besucht, eine der vielen Bars, wo wir später einige Amis kennenlernen sollten. Allgemein ein relativ seltener Umstand. Nach dem der Laden dicht gemacht hatte, sind Bastian, Andy und Ich spontan noch zu ein paar Amis nach Hause mitgefahren um dort weiterzufeiern und zu schlafen. Eine turbulente Fahrt und eine Schrecksekunde später waren wir bei dem Haus eines ehemaligen Navy-Soldaten, der auf dem Flugzeugträger Constellation stationiert war. Der Typ ist 25 gewesen, hatte außer einem schickem Haus, ein Skateboard, das ungefähr soviel PS hat wie mein Escort in Deutschland, ein Whirlpool in der Garage.... Nach ein paar Bierchen ging der Bierbong-Contest los. Ein Ami hat mit 5 Sekunden für 0,3 Liter vorgelegt. Nicht schlecht! Aber dann kam Bastian! Unfassbar. Ich hab einmal geblinzelt und Bsatian hat den Tricher leer gehabt. Die Amis haben 1,6 Sekunden gestoppt. Respekt! Ein paar Wackelpudding Vodkas später (so gegen 6 Uhr morgens) wurde Bastian und mir erstmal gezeigt wie man Golf spielt.... Viel haben wir zwar nicht mehr getroffen, aber die Nachbarn werden sich am nächsten morgen über die Bälle in ihrem Garten gefreut haben.

Über den Sonntag gibts nicht viel zu erzählen... doch eigentlich schon! Nachdem wir um 15:30 endlich aufgestanden sind und uns von den neten Gastgeber nverabschiedet haben gings wirder zurück nach Alpharetta. In der Nacht bin ich noch zum Car Rental gefahren, um unseren Pontiac G6 einzutauschen. Seit den Trips zwischen Weihnachten und Sylvester war er doch ganz schön dreckig.

Bei der Car Rantal Firma angekommen, dann der Schock: Nur schlechte Autos auf dem Parkplatz. Keine Extras, klein.... häßlich. 2 Beschwerden später wurde mir dann ein Auto eine Wagenklasse höher angeboten. Leider war dieser mit Heißwachs verklebt. Eine weitere Beschwerde später gabs dann einen Pontiac Grand Prix GT. Das Auto ist der Hammer. 260 PS (vielleicht auch mehr, das ist die kleinste verfügbare Variante laut Internet. Ich vermute, da steckt noch mehr unter der Haube).

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Nebenbei hat das Ding Sitzheizung, 4 Auspuffrohre, elektrisches Schiebeach, Leder, CD-Wechsler in der Mittelkonsole, ein sattes Boxensystem, das bei steigendem Lärmpegel automatisch die Lautstärke erhöht und erst 4000 Meilen runter.... nice! Im moment schaffen wir mit einer Gallone (knapp 4 Liter) Sprit ganze 16 Meilen.

Nachdem ich mich mit den Fahreigenschaften vertraut gemacht habe, kam ich um 1:30 wieder im Preserve an, und musste Hofi wecken, der es sich nicht nehmen ließ das Ding noch ein wenig zu testen... Für Umziehen blieb ihm leider keine Zeit:

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Hier ein kleines Video (der Tacho ist in MPH und es ging Berg auf. Es wurde nur 2x kurz aufs Gas getreten....

Den Rest der Woche fasse ich einmal zusammen:

Montag Hooters und Strokers mit einigen neuen interns... (total irrer Club!)

Dienstag Hofis Farewell-Party in unserer WG, der leider schon wieder nach D zurück musste. Hey Andy, hoffe wir sehen uns spätestens im Oktober in München....

Mittwoch: Salsaclub

Donnerstag: 1$ Bowlen und Rock-Club

Freitag: Compound, Wir waren mal wieder fast die einzigen Weißen. Trotzdem eine riesen Party mit vielen tanzwütigen Mädels... Photobucket - Video and Image Hosting Auf dem Pic war die Party schon vorbei, aber vorher hab ich leider keins gemacht... Da wären interessante dabei gewesen! Heute, am Samstag gings dann gleich nach dem austehen zum Bolzen. Leider verloren, aber was solls... Sonne, frische Luft,...

Also im Moment kann ich mich echt nicht beklagen. Arbeit läuft soweit auch. Ab April werde ich meine Bachelor Thesis in Hannover (Laatzen)bei Siemens IT Solutions & Services schreiben und nebenbei als Business Intelligence Consultant Kunden betreuen... Denke das ist ne super Sache. Der erste Eindruck der Abteilung war auf jedenfall sehr positiv und ich wollte ja schon immer (naja, sagen wir mal besser: seit längerem) in diese Richtung gehen. Auf jeden Fall verspreche ich mir davon mehr Kundenkontakt als bisher, mehr Denksport und vor allem weniger Zeit vorm Rechner.

Super Woche, abgesehen davon, dass wir Verena und Hofi verabschieden mussten.

So, Zeit den Samstag abend zu planen... Hier noch was zum schmunzeln http://www.youtube.com/watch?v=vmeoPZf1cFo

...ein Einblick in die amerikanische Redneck Kultur http://www.targetweb.net/bulletfest/bulletfest6.mpg

...und ein Eindruck vom ATL Rap

http://www.youtube.com/watch?v=7UwLGe8q6qU&mode=related&search=

http://www.youtube.com/watch?v=FE5tiwEfguE

http://www.youtube.com/watch?v=MP3VmL_RXdM&mode=related&search=

Viele Grüße,

Helge

1 Kommentar 3.2.07 23:00, kommentieren

Im Westen wenig neues...

Hi!

vergangenes Wochenende waren Stefan, Flo, Marc, Hofi und ich im Georgia Dome um uns ein paar Monsertrucks u.ä. Abstrusitäten anzugucken. Die Monstertrucks wurden von den Amis bejubelt und gefeiert als seien es Fußballer oder Popstars. Direkt vor uns saß ein Kollege, der es sich nicht nehmen ließ, bei jeder Gelegenheit den hier zu machen: Nach 2 Stunden wurde er aber spürbar müder...

Es gab jede Menge Blechschäden, ein paar Überschläge, Motorrad-Stunts, Stock-Car Rennen und wie immer jede Menge US-Flaggen, National-Hymne, Solidarittsbekundungen mit den US-Soldaten (aktiven und ehemaligen),..., eine Bandenwerbung der Air Force direkt neben der von Hotwheels und andere Dinge über die man als Europäer nur mit dem Kopf schütteln kann.

Ansonsten: Viel Lärm um nichts...

Diesen Sonntag gabs dann noch einen Abstecher ins Aquarium von Atlanta. Sehr entspannend, wenn auch mit 24$ nicht unbedingt billig. Dafür gabs dann jede Menge fremdartige Kreaturen, aber auch Wale, Haie, Seelöwen uv.m. zu bestaunen. Die Informationstexte neben den Aquarien beschränkten sich stets auf das Wesentlich und bestanden meist aus einem einzigen Satz ( "here you find african penguins", "This fish can change its sex", ...)

Ein paar Bilder gibts bei den Zusatzseiten!

Bis bald,

Helge

23.1.07 03:52, kommentieren

und wieder geht ein Jahr....

Neujahr 2007

Frohes Neues! Sorry, dass ich in den letzen Wochen nur wenig von mir hab hören lassen. Ich war viel unterwegs (New York, Fort Meyers, Cape Coral, Fort Lauderdale, Miami,.. Atlanta) und hatte somit vor allem zwischen Weihnachten und Neujahr viel damit zu tun Koffer zu packen und nur begrenzten Zugang zu Internet, Telefon, usw.

Vielen Dank an alle die mir hier drüben eine Weihnachtskarte zugeschickt haben! Und DANKE amerikanische Post, dass so viele davon auch tatsächlich angekommen sind...

Ich hoffe es ist für alle eine kleine Entschädigung wenn ich von den letzten Tagen ein paar Bilder hochlade...

Bis später,

Helge

1 Kommentar 5.1.07 03:02, kommentieren

Miami

Hi,

Miami ist auch gut überstanden! habe mal ein paar Pics hochgeladen und bei den Zusatzseiten abgelegt.  ------->

Ansonsten:

schön warm, grüne Palmen, blaues Meer, süße Reptilien,Clubs bei denen die Türsteher sich mit 20$ schmieren lassen bevor man hereingelassen wird... Sylvester kommen wir noch mal wieder!

1 Kommentar 8.12.06 04:34, kommentieren

Las Vegas – Stadt der Träume

Las Vegas ist eine Wahnsinnsstadt mitten im Niemandsland. Stefan, Felix und ich haben dort für ein verlängertes WE im Stratosphere gewohnt, einem Hotel am nördlichen Ende des Stripes, mit einem kleinen Türmchen und einer Art Mini-Freizeitpark auf dem Dach in ca. 280 m
Höhe.(
http://de.wikipedia.org/wiki/Stratosphere_Las_Vegas).

Außen:

Innen:

 <<<ZENSIERT>>

Es ist schwer in Worte fassen, wie es in Las Vegas abgeht. Überall Leuchtreklame, Hotels, Casinos, klingelnde brummende Automaten, Attraktionen, Clubs Menschenmassen, darunter die verrücktesten Typen, die mal eben stapelweise 1.000$ Chips neben einem auf dem Black-Jack Tisch legen und freudestrahlend erzählen, wie sie gerade 20.000$ beim Roulette verloren haben. Die Stadt stinkt nach Geld! Manchmal frage ich mich ob es die Stadt wirklich gibt, oder ob es sich nicht doch nur um eine Fata Morgana handelt…


Den ersten Abend haben wir in diversen Casinos verbracht. Unglücklicherweise hat Stefan an einer Slotmachine gleich mal aus 5$ 50$ gemacht. 10 Sekunden später waren aus meinem 5$ Schein 80$ geworden! NICE! Nun waren wir auf den Geschmack gekommen und die guten Vorsätze nicht so viel zu zocken waren schnell über Bord geworfen.

Den Rest versuche ich mal zusammenzufassen:

Da es, solange man spielt, Getränke for free gibt, (Beer, Shooter, Cocktails,.. ) wurden wir 3 zunehmend heiterer. Das Coyote Ugly enttäuschte. Dafür ist das Studio 54 ein sehr geiler Club mit richtig gutem House und sehr nettem Publikum. Als wir gegen 5 raus mußten haben wir uns irgendwie nach und nach verloren…. Keiner weiß so genau wie es passiert ist, aber auf einmal war Felix verschollen. Später haben wir erfahren, dass er Felix ca. 2 Meilen von unserem Hotelzimmer entfernt volltrunken in einem völlig anderen Casino nach seinem Zimmer gesucht hat. Stefan hat seinen Weg offenbar am besten gefunden. Zumindest lag er als erster im Bett. Ich hab zwar unser Stratosphere gerade noch erfolgreich erreicht, aber das Hotelzimmer leider nicht mehr finden können. Diese Bettenburgen können verdammt groß sein! Nachdem ich eine halbe Stunde umhergeirrt bin, habe ich mich schließlich auf einem der Lederstühle vor eine freudig blinkende Slotmachine gesetzt. Naja, wo ich nun schon mal saß, konnte ich ja auch mal ein paar Dollar reinschieben… Ein paar Margaritas und um 50$ reicher habe ich dann schließlich gegen 8 das Hotelzimmer erreicht. Immerhin nur 5 Minuten nach Felix…. Am nächsten Morgen (also 2 Stunden später) haben wir den Strip erkundet, sind durch nahezu alle Casinos gezogen und haben hier und da mal ein paar Scheine investiert und etwas getrunken und sind dann weiter zum nächsten gezogen.
An dem Abend kam das Gerücht auf, dass Paris Hilton im Jet (einer der vielen Clubs) Party machen würde. Natürlich sind wir, wenn auch mit einigen Komplikationen, in den Club rein gekommen. Aber Paris hat sich nicht blicken lassen, sondern blöderweise zusammen mit Britney Spears völlig besoffen und halbnackt im Club nebenan abgefeiert. AAARGH! Es ist zum heulen… Da wir nicht die einzigen waren, die im falschen Club gelandet sind, war der Schuppen gut gefüllt und nach ein paar Drinks hat sich keiner mehr dafür interessiert, ob die Paris denn nun auch da ist oder nicht…

Kurz nach 6 waren wir im Bett und um 7 durften wir schon wieder für die Tour zum Hoover Staudamm aufstehen(James Bond - Golden Eye)


....und anschließend über die Route 66...


....zum Grand Canyon. Zumindest Stefan und ich, denn Felix hat es leider nicht mehr rechtzeitig „geschafft“ zum Hotel zurückzukommen….

Während der Busfahrt liefen fast die ganze Zeit irgendwelche amerikanschen Action-Filme auf voller Lautstärke. Schlaf nachholen? Unmöglich! Trotzdem haben sich die Strapazen gelohnt. Schaut euch die Bilder an! Der Canyon ist wirklich riesig (Wer hätte das gedacht? PS: Könnt ihr euch noch an meinen Kommentar zum Thema kreative Namensgebung in den USA erinnern??? )

Am letzten Tag haben wir uns dann noch ein Zaubershow mit weißen Tigern angesehen. Das übliche: Frauen verschwinden spurlos aus diversen Boxen, Tiger verwandeln sich in Assistentinnen und auf einmal steht eine S-Bahn auf der Bühn.

Die erste Hofbräu-Maß meines Lebens gabs dann am Abend im Hofbräuhaus von Las Vegas. Wie mir Stefan (einer der vielen Bayern hier) versichert hat, sind sowohl Bier als auch das Gebäude mit dem Münchner Vorbild identisch... Das Hofbräu hat richtig durstig gemacht. Gute Sache! Schade, dass ich das nicht schon viel früher in Deutschland probiert habe. Aber nein, dafür musste ich ja erst 1000de Meilen weit durch die Gegend reisen...

Über die 4 Tage, die wir in in der Stadt der Träume waren habe ich an Automaten und beim Black-Jack ca. 160 $ mehr gewonnen als „investiert“.Allerdings habe ich leider abends in den Clubs mindestens wieder das doppelte ausgegeben…. Was soll ich sagen? Superzeit! Falls ihr mal in kurzer Zeit jede Menge Geld verprassen wollt, guckt euch den Zirkus selber mal an! In der Stadt hat man viel Spass!

Viva Las Vegas!

1 Kommentar 2.12.06 03:15, kommentieren

Wochenende 10. -12. November

Donnerstag: Bowlen

Schon wieder ist eine Woche rum. Die Zeit fliegt hier einfach nur an einem vorbei. Am Donnerstag waren wir Studenten wie immer Bowlen. Mittlerweile versucht der Grossteil nicht mehr bloß alle Pins umzuschmeißen, sondern das ganze nebenbei auch noch mit einem gewissen Style zu schaffen. Das bedeutet im Idealfall, dass die Kugel vom Zeitpunkt ihres Abwurfs bis zum Aufprall nicht einfach in einer geraden Linie auf die Pins zudonnert, sondern stattdessen einen großen Bogen beschreibt, also mit jede Menge Spin auf die Mitte der Bahn geworfen wird, nach außen steuert, an der Rinne entlangtänzelt, um dann im letzten Moment zur Mitte der Pins abzudrehen und schön diagonal durch die Pins zu fräsen.

Erste Versuche von mir endeten mit 8 Pumpen in Folge, und geschwollenen Fingern, aber nach 2 Stunden Quälerei lief es dann von mal zu mal besser und am Ende hat es sogar hin und wieder zu Strikes und Spares gereicht. Coole Sache! Vielen Dank noch mal an Franzi, Barbara, Basti & Co. für ihren fanatisch-mentalen Beistand…. Ohne in würde ich jetzt immer noch Bowlen wie ein Weißbrot…

Freitag: P. Diddy

Wie immer entschied sich die Abendplanung recht spontan, als uns (Stefan, Marc, Andi H, Andy K un dich),durch einen glücklichen Zufall und einem netten Kollegen die Nachricht erreichte, dass P. Diddy im Club „um die Ecke“ (nach amerikanischen Maßstäben) eine Party hostet. Mit Ausdrucken von gewissen Emailpässen wurde freier Eintritt versprochen. Also sind wir natürlich hingefahren, um mal richtig in die Hiphop-Kultur reinzuschnuppern. Als wir das Compound erreichten (ein richtig cooler Schuppen! Siehe http://www.compoundatl.com/) begann der Stau 3 Blocks entfernt. Die ganzen Strassen im Umkreis waren verstopft mit Stretch, Mercedes SLRs, Bentleys, getunten Cadillacs & ähnlichem mehr. Die Schlange vor dem Club war ca. 1,5 Kilometer lang, und bestannt laut Radiodurchsagen aus ca. 5000 Leuten. Davon waren ca. 4995 schwarz, 3 Südamerikaner und 2 Weiße. Wir waren also nicht die einzigen Vanilla-Faces die sich hinein wagten…. Ein Parkplatz an der Strasse war für 20 $ bis 50 $ zu haben. Wir armen Studenten sind natürlich ein paar Strassen tiefer in das Viertel gefahren und haben unser Auto da stehen gelassen.

Mit den Emailpässen sind wir dann nach NUR 20 Minuten warten in den Club gelangt, da wir uns an einer gesonderten Schlange anstellen konnten, die wesentlich kürzer war.

Drinnen gab es dann Party vom feinsten. Nette Leute, super Stimmung und Musik vom feinsten. Nicht zu vergleichen mit Diskos in Deutschland wo Black Music gespielt wird. Und niemand hat sich an den Deutschen gestört; im Gegenteil!

Irgendwann ist dann schließlich der P. Daddy mit seinen 50 großen, schwarzen Freunden aufgetaucht und hat cool mit Sonnenbrille, Cap und Goldkette rumgestanden. Viel mehr brauchte er nicht leisten, um die Menge zum ausflippen zu bringen… (siehe Bilder) Völlig unbeeindruckt von dem Treiben um ihn herum har er mit seinen Kumpels gequatscht, während wir uns bis auf 2 Meter rangearbeitet haben.

Der Abend endete mit einer riesigen Schlägerei direkt vor unseren Füßen. Recht unfaire Sache: 50 gegen einen…. Wir waren nur froh, dass es nicht weiter ausgeartet ist und wir nicht in der Haut des armen Kerls steckten, auf den selbst beim Versuch wegzurobben weiter eingeschlagen und getreten wurde… Ansonsten alles im allen eine prima Party, aber leider mit einem unrühmlichem Ende… Hat mich irgendwie an die WM erinnert…

Bei der Suche nach unserem Auto hat Stefan diesmal nicht bei der erstbesten vorbeifahrenden Stretch die Hintertür aufgerissen, keine leichttbekleideten Frauen haben kreischend die Tür anschließend wieder zugerissen, und wir mussten diesmal nicht vor einem schwarzen Bären von Chauffeur davonlaufen... wie zuletzt...

Samstag: NBA, T.I. Konzert, Cheetah

Gleich nach dem Aufstehen, Duschen und einem Häufchen Kellogs ging’s schon wieder mit den üblichen Verdächtigen los zur Phillips-Arena. Mal wieder NBA (letzte Woche hatten wir erfolgreich gegen die Orlando Magics gewonnen). Unglücklicherweise haben die Hawks gegen die Seattle Supersonics nach Verlängerung 113 : 112 verloren. Und das 2 Sekunden vor schluss... Diesmal sind aber wir hauptsächlich zum Spiel gegangen, da es für die Eintrittskarten ein kleines Gratiskonzert von T.I. gab. Das ist einer der vielen populären Rapper aus Atlanta, die zur Zeit die U.S. Charts aufmischen. Nebenbei kam man anschließend for free ins Cheetah hineinkam, “the hottest Club in the Dirty South”. Kurz gesagt: Der Club hat gehalten, was er versprochen hat. Das gilt nicht nur für das 5* Hotel-Ambiente und den Einparkservice […]http://www.thecheetah.com/gallery/

Sonntag:

Das Wochenende war mal wieder eins von ganz erholsamer Sorte. Der Sonntag begann wie der Samstag: Aufstehen, Duschen, Frühstück und schon saßen wir wieder im Auto, auf dem Weg zu einem Basketball Platz. Der Platz war nur wenige Minuten entfernt und absolut top. Leider wurden wir beim Stand von 12 : 12 auch schon wieder von einem gewissenhaften Wachmann vertrieben, da der Platz zum Privatbesitz einer hiesigen Firma namens Horizon gehörte. Allerdings spielt dort niemals jemand der Angestellten. Das ist so unfair….

Kurzerhand gings dann ein paar Meilen weiter ins Mexikanerviertel. Nachdem wir uns gerade wieder ein wenig warm gespielt hatten, wurden wir auch schon von 5 kleinen Mexikanern zu einem Match herausgefordert. Im durchschnitt waren sie 1,55 Meter und schätzungsweise 17…. Man haben die uns rund gemacht… lol. Zwar haben wir „nur“ ca. 10 zu7 verloren, aber das kam ausschließlich dadurch, dass unsere Gegner nicht mehr an den Ball kamen wenn wir ihn ersteinmal irgendwie in die Nähe ihres Bretts geschafft hatten. So hatten wir dann manchmal 3-4 Versuche in Folge um diesen riesen Ball durch diesen viel zu kleinen Korb zu bugsieren… Hat trotzdem Spass gemacht, aber nächstes mal sollten wir mit denen besser Fußball spielen!

Nach dem Spiel, mussten wir uns schon wieder beeilen um noch rechtzeitig zu der Aftershowparty von Snoop Doggy Dog, P. Diddy & Co. zu kommen. Diesmal waren wir wirklich die einzigen Weißen in dem Club unter den Gästen. Diesmal war alles viel entspannter. Das auftreten der hiesigen Rapp-Stars brachte die Menge diesmal nicht aus der Fassung. Nicht ein einziger machte ein Photo (vermutlich hat das einfach keiner gewagt). So kam es das wir schon wieder mit dem P. Diddy und seinem Hofstaat in nem Club abgehangen haben. Sehr chilliger Abend mit ein paar Höhepunkten:

Rest Rooms:

Der Eingang der Örtlichkeiten wurde von 3 großen, breiten Gangstern in Bomberjacken bewacht. Trotz mulmigen Gefühls in der Magengegend, war dies die einzige Möglichkeit sich zu erleichtern. Also bin ich rein.

Drinnen dann das unglaubliche. Die Türen der Toiletten abmontiert, vor den Pissoirs kauerten 6-7 echt fies aussehende Schwarze im Kreis auf dem Boden und würfelten (vermutlich wurde Craps gespielt).. Zwischendurch flogen immer wieder dicke Bündel 20$-Noten in die Mitte. Da wurden Monatslöhne und Kleinwagen verzockt….. Drumherum standen ein paar weitere Bomerjacken, die permanent die Lage checkten und mit humorlosem Blick den Eingang beobachteten. Kurze Zeit später bin ich Gott sei dank erfolgreich und lebend wieder zu den anderen gestoßen.

Beim rausgehen aus dem Club zu später Stunde:

Zuerst fragten uns die völlig verblüfften Türsteher beim rausgehen, ob wir zur Band gehören würden. Band? Welche Band? Da gab’s keine Band! Nur Rapper! Und da gehörten wir wohl definitiv nicht zu Ganz schön verpeilte Typen, aber vermutlich waren sie nur so überrascht ein paar Vanilla Faces zu sehen, die (lebend) aus dem Club spazierten. 5 Meter weiter ärgerte sich eine Gruppe weiterer Schwarzer als sie uns sahen „Wow, man! Look, even some white guys have been in da club! And we daunt get in? DAMN!” Der Preis hat sich von umsonst auf ungalubliche 100$ für den Eintritt gesteigert. Und das bloß weil P. Diddy, Snoop Dog & Co. uns schon wieder gefolgt sind! Diese verdammten Stalker! Auf unserem geparktem Auto lagen netterweise ein haufen Alben rum. auch das neue von Snoop Dog, was erst im März rauskommt... Naja, kann man mal gehört haben, muss man aber nicht..

Über den Montagmorgen erzähle ich besser mal nichts…

Liebe Klopxeichen: gebt mal Gas mit eurem Album! Kanns kaum erwarten und vermutlich ist das das einzige, was mich jetzt noch vor dem HipHop retten kann!

H.

16.11.06 05:40, kommentieren

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